Aus dem selben Holz im Theater Koblenz: Puppentheater über das Anderssein


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Aus dem selben Holz: Ein poetisches Puppentheater über das Anderssein
Wenn KIND den Kopf in den Himmel hebt, beginnt im Theater Koblenz eine berührende Reise durch die großen Fragen des Erwachsenwerdens. Ingeborg von Zadows Puppentheaterstück erzählt von Generationenkonflikten, dem Wunsch nach Freiheit und der Suche nach einem eigenen Platz in einer Welt, in der nicht alle gleich funktionieren.
Zwischen Wolkenblick und Familienkonflikt
KIND versteht die Welt nicht mehr: Was es tut und wie es etwas tut, scheint den Eltern ständig falsch. Ihre Forderung lautet, KIND müsse so werden wie sie selbst – schließlich seien doch alle aus demselben Holz. Doch KIND möchte vor allem eines: in den Himmel schauen. Aus diesem einfachen Wunsch entwickelt sich ein vielschichtiger Bühnenkonflikt über Selbstbestimmung, Erwartungen und die Frage, wie viel Anderssein eine Gemeinschaft aushält.
Puppen als dramatische Körper
Die Inszenierung von Stephan Siegfried verbindet Puppen-, Figuren- und Objekttheater zu einer eigenständigen visuellen Sprache. Verschiedene Puppenarten prägen die Handlung unmittelbar: Ihre jeweilige körperliche Beschaffenheit eröffnet Möglichkeiten, setzt Grenzen und wird selbst zum dramaturgischen Motor. Bühnenbild und Kostüme von Christof von Büren machen körperliche Verschiedenheit sichtbar und verleihen der Inszenierung eine sinnliche, spielerische Form.
Theater für junge Menschen ab acht Jahren
Mit feinem Humor und großer Empathie führt die Produktion in die Erlebniswelt von Kindern, die sich zwischen familiären Erwartungen und eigener Neugier behaupten müssen. Freundinnen und Freunde zeigen KIND, dass Zugehörigkeit nicht von Gleichförmigkeit abhängt. Die Schauspielkunst im Puppentheater schafft dabei einen unmittelbaren Dialog zwischen Bühne und Publikum – aufmerksam, bildreich und offen für eigene Gedanken.
Eine Uraufführung mit literarischem Gewicht
„Aus dem selben Holz“ entstand als neues Stück von Ingeborg von Zadow im Auftrag des Theater Koblenz und wird 2026 uraufgeführt. Die Autorin erhielt für die Arbeit ein Dramatikerstipendium des Deutschen Literaturfonds. Ihre Theatertexte wurden unter anderem mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet und für den Deutschen Kindertheaterpreis sowie den Mülheimer Kindertheaterstückpreis nominiert.
Fazit: Ein Bühnenerlebnis über Freiheit und Zugehörigkeit
Das Publikum erwartet eine fantasievolle Inszenierung mit poetischen Bildern, präziser Puppenführung und einer Geschichte, die Kinder wie Erwachsene unmittelbar erreicht. „Aus dem selben Holz“ lädt dazu ein, die Welt mit KINDs Blick neu zu betrachten – und live zu erleben, wie aus Holz, Licht und Schauspielkunst ein bewegendes Theaterabenteuer entsteht.
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